13. Mai 1992: Der "Westschienenkanal" bekommt den neuen Namen "VOX" (lateinisch: Stimme, Sprache). Die Idee für "VOX" stammt von der Unykat GmbH & Co. KG. Die Agentur Dietz & Partner entwickelt das damalige Logo des Senders, ein roter Punkt.

Wie schwer es ist, einen guten Namen für einen TV-Sender zu finden, erzählt Roger Willemsen, der als Spiegel-TV-Moderator die Anfangszeit erlebte: "In den Gründungstagen von VOX saßen wir manchmal, ein paar Funktionäre und ein paar Fernsehschaffende, zusammen in einem Hinterzimmer und überlegten uns ein hirnorientiertes Vollprogramm für einen Sender noch ohne Namen. Dann wurden eines Tages etwa vierzig Leute zur Präsentation des Namens in ein Hotel geladen. Es folgte der obligatorische Auftritt der Werber, die lange, umständlich und mit Hilfe des notorischen Overhead-Projektors erklärten, welchen Namen sie nicht geeignet fänden. Das dauerte. Dann kam die Staffelübergabe an eine Eminenz der Branche: "Je länger Sie darüber nachdenken, desto besser wird Ihnen der endgültige Name gefallen", sprach der Große und enthüllte den Namen: LIFE. Wir dachten nur kurz nach, und mehr war auch nicht nötig, der Name war in den USA längst vergeben, blockiert, unverwendbar."

22. September 1992: Mit dem 5. Rundfunkänderungsgesetz schafft der Landtag in Nordrhein-Westfalen eine dritte terrestrische Frequenzkette für den sog. "Westschienenkanal". Im Gegenzug muss der WDR die Sender in Burscheid und Wesel abgeben.

5. Oktober 1992: Die VOX-Belegschaft bezieht das neue Sendegebäude in Köln-Ossendorf. Zuvor waren die Büros des Senders am Kaiser-Wilhelm-Ring in Köln untergebracht. "Als wir dann um die 30 bis 40 Leute am Kaiser-Wilhelm-Ring zusammenhatten, wurde es in den beengten Verhältnissen schon mehr als gemütlich", erinnert sich die ehemalige VOX-Mitarbeiterin Romy Birk. "Zahlreiche Geschäftsbesprechungen fanden daher im italienischen Eiscafe an der Ecke auf der Terrasse beim Espresso statt. Manche Kollegen konnte man dort permanent über ihr Handy erreichen."